Momentan ist wieder Bärlauch-Zeit!
Überall spriesst wieder das Grün und die langen Blätter dieses knofeligen Freundes sind auch dabei!

Dieser Winter war echt lang und kalt und damit auch die Erkältungszeit. Mich hat es im Märzt ziemlich erwischt und gerade der Husten hat dieses
Mal sehr lange gedauert.
Nun ist die grüne Kräuterzeit wieder angebrochen und der Bärlauch wächst in großen Feldern vor sich hin. In ihm stecken viele Inhaltsstoffe und
wie in allen Wildkräutern davon eine ganze Menge. Es finden sich viel Vitamin C, Kalium und Mangan, Flavonoide, Saponine, ätherisches Öl,
Schleimstoffe und Lauchöle, Alliine und Allicin, schwefelhaltige Verbindungen, die auch für den Knoblauchgeruch und Geschmack zuständig sind.
Somit ist der Bärlauch sehr gesund, denn neben den Mineralien und Vitaminen, entgiftet der durch seine harntreibende Wirkung die Leber
und die Nieren. Er kann bei Bluthochdruck oder Arteriosklerose helfen, die Darmsanierung unterstützen, Frühjahrsmüdigkeit lindern und
Hautprobleme und -Entzündungen mindern. Auch bei Bronchitis ist er nützlich und er stärkt das Immunsysstem.
Ich habe entschieden mal ein Bärlauch-Oxymel zu machen. Zugegeben: Dieses Oxymel morgens auf nüchternen Magen zu trinken ist schon
nicht ganz einfach, aber es entfaltet auch seine Wirkung in einer Salatsauce und gibt dem Salat eine leckere Knoblauchnote.


Für das Oxymel brauchst du je nach Menge Apfelessig und die dreifache Menge guten Bio-Honig, also eine Mischung im Verhältnis 1:3.
Ich habe jetzt hier für 150 ml Apfelessig 450 ml Honig genommen und ca. 15 - 20 Bärlauch-Blätter. Wenn dir das Oxymel so zu süß wird,
kannst du auch beides im Verhältnis 1:2 oder 1:1 mischen. Kennst du Oxymel?
Die Herstellung von Oxymel ist uralt. Der Name kommt aus dem Griechischen. Oxy- steht für sauer von oxos, mel- kommt von meli,
dem Honig, es ist also ein Sauerhonig. In der Antike hat es bereits der griechische Arzt Hippokrates verwendet (460 - 370 v. Chr.). Und was so
lange bekannt ist, muß wohl helfen. Auch Hildegard v. Bingen hat mehrfach die medizinische Anwendung des Oxymels hervorgehoben.
Das Ur-Oxymel war einfach nur Essig und Honig, das Oxymel simplex. Der Honig besitzt viele heilende Eigenschaften und enthält im
Rohzustand über 180 Inhaltsstoffe, wie Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine B und C, Polyphenole und ätherische
Öle. Er ist wundheilend, antibakteriell, regeneriert die Haut und liefert lang anhaltende, gleichbleibende Blutzuckerwerte.
Essig liefert ebenso sehr viele Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien, Ballaststoffe und Aminosäuren. Er wirkt
entzündungshemmend, antibakteriell, antimykotisch und verdauungsanregend. Essig und Honig sind also ein gutes Team. Oxymel an sich ist
antibakteriell, antiseptisch, entgiftend, immunstärkend, regenerierend, stoffwechselregulierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd,
reizlindernd, mineralisierend und isotonisch. Und mit Wildkräutern kannst du ihm zusätzlich die gewünschte Wirkung verleihen.
So verbindest du die heilenden Eigenschaften des Oxymels mit der Bärlauch-Power!


Die Herstellung ist total einfach. Der Honig kommt mit dem Essig in ein Schraubglas entsprechender Größe. Unter Rühren wird der Honig im
Essig gelöst. Der Bärlauch wird gewaschen und gut abgetrocknet und dann zerkleinert. Zum Schluss wird er in den Essig-Honig gerührt und
veschlossen. Das war es schon!
Für ca. 3 Wochen sollte das ganze ziehen, dabei gehen die wertvollen Inhaltsstoffe in die Flüssigkeit über. Das Glas solltest du 1x am Tag
schütteln, so dass die oben liegenden Kräuterteile immer wieder ausgetauscht werden. Nach 3 Wochen seihst du das Oxymel durch ein feines
Sieb in ein frisches, sauberes Glas ab. Das braucht ein wenig, da es etwas zähflüssig ist.
Nun kannst du einen Esslöffel Oxymel in ein Glas Wasser geben und 2x tgl. trinken, möglichst vor den Mahlzeiten. Oder das Oxymel eben auch
in das Salatdressig geben.
Bitte lies den Disclaimer, wenn du die Rezepte nachmachen oder Pflanzen - egal welcher Art - ausprobieren möchtest.
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