Nachdem ich schon dreierlei von der kleinen, roten Frucht hergestellt habe, kommt nun nach Hagebuttenessig, Hagebuttenöl und einem
Hagebuttenmus auch noch ein Hagebutten-Zimt-Oxymel. In diesem Jahr gibt es Hagebutten über Hagebutten, also ran an Honig und Essig
und ein Oxymel gemacht. Dieses Oxymel ist ein Powerpaket für das Immunsystem, genau das, was wir in der dunklen Jahreszeit brauchen.
Mehr zu dem Thema Oxymel und seinem gesundheitlichen Nutzen kannst du lesen unter: Wald-Sauerklee-Oxymel, dort erfährst du auch
mehr über Essig, Honig und die Zubereitung. Und hier ist noch ein Rezept für Meerrettich-Ingwer-Oxymel. Und ein Ingwer-Quitten-
Oxymel gibt es hier.
Zutaten
für 300 ml Oxymel
1 Teil Hagebutten (alle Arten)
3 Zimtstangen
6 Teile Honig / ca. 200 ml
2 Teile Apfelessig/ ca. 70 ml
Die Hagebutten waschen und 3-4 Tage trocknen. Davor die Stengel und Kelchansätze entfernen. Die Nüsschen können drin bleiben.
Eine Flasche desinfizieren, Essig und Honig vermischen und in die Flasche füllen. Die Hagebutten grob zerkleinern, die Zimtstangen anmörsern.
In die Mischung geben und fest verschließen. An einem hellen Ort 3-4 Wochen stehen lassen, einmal täglich schwenken, damit sich alles
gut verteilt und die Früchte an der Oberfläche immer wieder getauscht werden.
Nach der Ziehzeit durch ein feines Sieb oder Baumwolltuch abseihen, in ein frisches Glas umfüllen. 2-3x täglich 2 EL des Sauerhonigs in ein
Glas Wasser geben und kurmäßig für 3-4 Wochen vor dem Essen einnehmen.
Alles zur immunstärkenden und entzündungshemmenden Wirkung der Hagebutte findest du beim Hagebutten-Dreierlei.
Abgesehen, dass ich Zimtgeschmack liebe, hat Zimt auch noch andere Qualitäten. Zimt enthält Gerbstoffe, sehr viel ätherisches Öl, Stärke
und Alkohol. Es wirkt desinfizierend, krampflösend, durchblutungsfördernd, beruhigend und stimmungsaufhellend. Magen-Darm-Probleme,
wie Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen lassen nach, es hilft bei Erkältungskrankheiten, Husten und Heiserkeit, es senkt den Blutdruck
und den Cholesterinspiegel. Bei innerer Anspannung, Wechseljahresbeschwerden oder Kreislaufbeschwerden ist es ebenso einsetzbar.
Das Eugenol im Zimt wirkt schmerzstillend und antibakteriell. Das Immunsystem profitiert also in der dunklen Herbstzeit zusammen mit
der Hagebutte sehr von der Wirkung der Zimtstange. Solltest du Zimt gerne so verwenden, nimm nie mehr als einen halben TL davon,
das enthaltene Cumarin schädigt bei dauerhafter Anwendung leider die Leber.
Bitte lies den Disclaimer, wenn du die Rezepte nachmachen oder Pflanzen - egal welcher Art - ausprobieren möchtest.