Wie wäre es mal mit einer
Venus-Moon-Milk? Mit lecker Erdbeer-Kakao, Rose, Hibiskus und Shatavari.

Ich fand, es war mal wieder Zeit für eine Mond-Milch. Die Moon-Milk stammt eigentlich aus dem Ayurveda. Ich habe mal wieder etwas
Einschlafprobleme und so wollte ich mal wieder einen leckeren Schlummertrunk vor dem Schlafengehen. Eine andere beruhigende Moon-Milk
findest du hier: Beruhigende Moon-Milk mit Blue Lotus und Ashwagandha.
Dort kannst du auch etwas über die Wirkung von Blauem Lotus und von Ashwagandha lesen.
Als Adaptogene habe ich hier wieder Ashwagandha gewählt und auch die Shatavari-Wurzel (Asparagus racemosus), auch Wilder Spargel oder
Indischer Spargel genannt. Der Wilde Spargel ist eine Kletterpflanze aus Indien und Teilen des Himalaya und eine traditionelle Heilpflanze.
Bis zu 7 m lang kann sie klettern, besitzt nadelförmige Blätter die zu Stacheln und kleine, weiße Blüten, aus denen später rote Beeren werden.
Mit dem Spargel in unseren Breitengeraden hat Shatavari aber so gar nichts zu tun, obwohl sie eine Familie teilen. Verwendet wird dabei nicht das
oberirdische Grün, sondern die Wurzel, denn darin steckt das Wertvolle. Die Rinde der Wurzel sollte nicht verwendet werden, denn diese ist leicht
giftig.
Sie ist eine der weiblichen Heilpflanzen, doch können auch Männer von ihr profitieren. Aber zuerst zu der Wirkung auf die Frauen. Shatavari wird
auch als "Die Frau, die hundert Männer hat" bezeichnet, denn sie enthält Phytoöstrogene, hier die Isoflavone und besitzt somit eine verjüngende
Wirkung. Gerade zum Frühling merke ich immer, wenn sich meine Hormonwelt mal wieder auf den Kopf stellt. Die Phytoöstrogene sind Pflanzen-
stoffe, die unserem Östrogen ähneln. Die Wirkung ist natürlich abgeschwächt, aber sie wirken eben auf sanfte Weise unterstützend. Ebenso wie Soja,
Rotklee, Leinsamen oder Kichererbsen wirken sie ausgleichend auf den weiblichen Hormonspiegel. Und das ist toll, denn wenn man einen
Überschuss an Östrogen hat wird dieser nach unten korrigiert, ein Östrogenmangel wird stattdessen angehoben. Das ist auch hilfreich in den
Wechseljahren, wo der Östrogenspiegel dann ja irgendwann komplett in den Keller geht und damit Hitzewallungen, Entzündungen der Schleimhäute,
Gedankenkarusell beim Einschlafen, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Beschwerden verursacht. Aber auch bei stressbedingen Hormonschwankungen
kann die Wurzel Gutes tun.

Shatavari schmeckt bitter-süßlich, mehr als 50 Inhaltsstoffe wurden bereits in ihr entdeckt, vor allem Saponine, wie das Shatavarin, Flavonoide,
Glykoside und Alkaloide. Wer noch keine Wechseljahresbeschwerden hat, kann sie aber auch bei unregelmäßigem Zyklus, bei PMS-Beschwerden
oder Regelschmerzen nutzen. Auch bei einem Kinderwunsch ist die Pflanze nützlich, denn sie fördert den Eisprung und das Wachstum des Follikels.
Und auch später in der Stillzeit sorgt Shatavari für ausreichend Muttermilch, indem sie den Prolaktin-Spiegel rund um 1/3 ansteigen lässt.
Und ganz nebenbei hilft es bei Anämie, einem Stress-Bluthochdruck, dem Immun- und Verdauungssystem und der Muskelfunktion.
Sollten Herzprobleme, Blasen- und Nierenerkrankungen oder ein Brustkrebsrisiko bestehen, bitte auf Shatavari verzichten.
Da diese Wurzel aus der gleichen Familie wie unser Spargel stammt, sollte auch darauf verzichtet werden, wenn eine Allergie gegen Spargel
bekannt ist. Auch Wechselwirkungen mit der Pille können auftreten. Dazu befragst du am besten deinen Arzt oder Homöopathen.

Für die Moon-Milk brauchst du (für ca. 6x Moon-Milk):
4 EL Kakaopulver
1 Vanilleschote
1 1/2 EL Shatavari-Pulver
1 1/2 EL Ashwagandha
4 EL getrocknete Erdbeeren
1 EL gefriergetrocknete Hibiskusblüten
1 EL getrocknete Rosenblüten
Die Vanilleschote wird mit den getrockneten Erdbeerscheiben und den Hibiskus- und Rosenblüten in einer elektrischen Kaffeemühle zu einem
Pulver zermahlen und danach mit dem Kakao-, Ashwagandha- und Shatavari-Pulver vermischt. Füll das Ganze in ein Gläschen ab, so hast du für
6-7 Tage Vorrat, je nach deiner Tassengröße.
Nimm eine Pflanzenmilch deiner Wahl, erwärme sie langsam und gib knapp 1 1/2 -2 EL deiner Venus-Moon-Milk-Mischung mit hinzu. 1x kurz
aufkochen und aufschäumen und dann am besten durch ein Teesieb abfiltern. Jetzt noch mit einem Löffelchen Honig süßen (natürlich vor dem
Zähneputzen) und genießen.

Die hohe energetische Schwingung der Rose wirkt überwiegend auf das Herz-Chakra, aber auch auf alle anderen Chakren. Sie kann dort
Spannungen, Blockaden, verkapselte Verletzungen, Kummer und Schmerz lösen. Die Erdbeere ist Freude pur, hilft dem Gefäßschutz,
der Kollagenbildung und wirkt ebenfalls auf das Herzchakra. Die Erdbeere gehört ebenso wie die Rose zur Familie der Rosengewächse,
die dem Herzen gut tun. Der Hibiskus steht für das Wurzelchakra. Es steht für unsere Lebenskraft, innere Stärke und Erdung, das Urvertrauen und
unsere Sicherheit und Stabilität. Gerade wenn im Leben sich alte Strukturen lösen und die neuen noch nicht da sind, können wir das gebrauchen.

Und nun noch zu den Männern: Auch sie können von der Wurzel profitieren. Als Adaptogen hilft sie Männern wie Frauen besser mit dem Stress
umzugehen und den Cortisolspiegel zu senken. Männern hilft es mit zusätzlicher körperlicher Energie, steigert allgemein die Libido und es kann
auch die Anzahl der Spermien erhöhen oder ihre Qualität verbessern. Sollten Männer grundsätzlich ihren Testosteronspiegel anheben wollen
ist dafür aber besser das Ashwagandha geeignet.
Bitte lies den Disclaimer, wenn du die Rezepte nachmachen oder Pflanzen - egal welcher Art - ausprobieren möchtest.
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