Lorbeer-Wacholder-Salbe

 

Der Lorbeer und der Wacholder sind zwei sehr starke Pflanzen und werden schon ewig gegen etliche Wehwehchen

eingesetzt. Daher packe ich diese beiden zusammen in eine Salbe, die durchblutungsfördernd, entzündungshemmend

und schmerzlindernd wirkt. Sie hilft z. B. bei Muskelverspannungen oder Muskelkater, bei Verstauchungen und Prellungen, Rückenschmerzen oder rheumatischen Beschwerden und der Haut oder bei Erkältungen. Ein allrounder also!

 

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Lorbeer-Wacholder-Salbe

 

Eine Freundin hat mir letztens aus Griechenland eine riesige Tüte Lorbeerblätter mitgebracht. Jeder kennt wohl die Verwendung von Lorbeerblatt

in Eintöpfen, diversen Fleisch- und Fischgerichten oder in eingelegten Gurken, denn dort unterstützt er nicht nur das Aroma, sondern besitzt auch

eine verdauungsfördernde Wirkung. Ich nehme gerne mal ein Lorbeerblatt zum Verräuchern, denn auch dort verströmt es seinen wunderbar

heilenden Duft.

 

Der Lorbeer hat eine lange Geschichte, die meisten kennen auch den Lorbeerkranz, der den Helden und Siegern auf das Haupt gedrückt wurde. 

Der Echte Lorbeer kommt aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und heißt auch Laurus nobilis. Zu den Lauraceae gehören auch

u. a. der Avocadobaum, der Ceylon-Zimtbaum oder der Kampferbaum. Sein Name bedeutet übersetzt "Edles Grün", das sagt ja schon alles.

 

Er stammt aus Vorderasien und hat sich allmählich in den Mittelmeerraum verbreitet, so findet man ihn z. B. auf Kreta, in Teilen Italiens, Frankreichs,

auf den Kanaren, auf Madeira, in der Türkei und im Norden Afrikas, wie Marokko und Tunsien. Aber vereinzelt findet man ihn auch in Asien, z. B.

in Taiwan und Vietnam. 

Der Lorbeer ist immergrün und kann als Baum etwa 10 m hoch werden. Im Frühling blühen die kleinen, grünlich-gelben Blüten, aus denen später

die schwarzen Lorbeer-Beeren wachsen. 

 

Zum guten Ton bei den griechischen Göttern galt es, mindestens 1x hinter einer Nymphe her zu sein. So ging es Apollo, dem Gott des Lichtes und

des Frühlings mit der Nymphe Daphne. Daphne war die Tochter des Gottes der Flüsse Peneus und hatte sich der Jungfräulichkeit verschworen.

Damit wollte sie ihrem großen Vorbild, der Göttin Artemis nacheifern. Als Apollon sich ihr näherte, floh sie vor ihm. Er nahm die Verfolgung auf und

Daphne rannte zu einem Fluß und flehte ihren Vater an ihre Gestalt zu verwandeln, damit der Gott von ihr abließ. So verwandelte Peneus seine

Tochter vor den Augen Apollos in einen wunderschönen Lorbeerbaum. Apollo umarmte den Baum unter dessen Rinde Daphnes Herz weiter

schlug. Doch sie blieb für den Gott unerreichbar. Apollon trug seitdem als Zeichen seines Schmerzes einen Lorbeerkranz, gewunden aus den

Zweigen und Blättern des Baumes in seinem Haar.

 

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Die Orakelstätte von Delphi war früher von Lorbeerbäumen umgeben, diese war dem Gott Apollon gewidmet. Die Pythia war die Priesterin des

Tempels und ihre Prophezeiungen kamen, wenn sie Lorbeerrauch inhalierte und Lorbeerblätter kaute - ja sie schlief sogar auf einem Bett aus

Lorbeerzweigen. 

Im alten Rom wurden die römischen Kaiser und siegreichen Feldherren mit einem Kranz aus Lorbeer ausgezeichnet, dieser war das Symbol von

Sieg, Ruhm und Frieden. Oft sieht man ihn auf alten Gemälden vergoldet. Auch die großen Dichter wurden oft damit dargestellt. Kaiser Tiberius

soll einen Kranz zum Schutz vor Gewittern getragen haben, und man vertraute dem Lorbeer so sehr in seiner Heilkraft, dass auch Ärzte

früher Lorbeergirlanden trugen, um sich vor Ansteckung zu schützen. 

 

Echtes Lorbeeröl wird aus den Beeren des Lorbeers gewonnen. Dieses wird kann direkt auf Prellungen oder bei Gelenksproblemen angewendet

werden. Kennst du Aleppo-Seife? Das ist eine Seife, die auf Olivenölbasis hergestellt und einen Anteil von Lorbeeröl besitzt. Je nach Qualität

der Seife kann dieser Anteil bei ca. 40 % liegen und je höher der Anteil ist, desto besser hilft die Seife bei Unreinheiten, Ekzemen oder anderen

Hautirritationen.

 

Lorbeer enthält eine ordentliche Menge ätherisches Öl, hauptsächlich Cineol, Eugenol, Terpineol, Pinen und Geraniol und auch etliche Vitamine

(B und C) und Mineralien, wie Mangan und Magnesium.

 

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Kommen wir nun mal zur Salbe. Dafür habe ich einen Heiß-Ölauszug gewählt. Dafür brauchst du:

 

50 ml Olivenöl

1 Handvoll Lorbeerblätter, zerkleinert

ca. 15 Wacholderbeeren, angemörsert

 

Für den Heiß-Ölauszug setzt du ein Wasserbad an, also ein feuerfestes Glas in einem Topf mit Wasser. In das Glas gibst du alle Zutaten und

erwärmst das Wasserbad. Es sollte leicht simmern, nicht kochen. Die Zutaten sollten zerkleinert und angemörsert werden, damit die ätherischen Öle

und Inhaltsstoffe besser in das Öl übergehen können.

Ich habe dem Öl 2 Stunden Wärme gegönnt, evtl. mußt du das Wasserbad dabei immer mal erneuern und das Öl sollte immer mal wieder umgerührt

werden. Danach wird das Öl in ein neues feuerfestes Glas abgeseiht.

 

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Für die Salbe brauchst du jetzt noch:

 

25 g Pflanzenbutter wie Olivenbutter, Sheabutter, Kakaobutter, Mandelbutter 

Ich hatte hier Olivenbutter.

18 g Bienenwachs, falls du es vegan möchtest: Es geht auch Beerenwachs,

dabei brauchst du knapp die doppelte Menge.

 

Zusätzlich:

20 Tropfen ätherisches Lorbeeröl

15 Tropfen ätherisches Öl Wacholder

 

Gib in dein Glas mit dem Ölauszug zuerst das Bienenwachs und lasse es wieder im Wasserbad schmelzen, dabei kannst du nach und nach

die Butter dazufügen. Immer wieder mal rühren.

Desinfiziere dir ein kleines Glas oder 2 Aluminiumtiegel und stelle sie bereit.

Ganz zum Schluss nimm das Glas aus dem Wasserbad und füge unter Rühren deine ätherischen Öle dazu. Dann fix in die Tiegel oder das Glas

füllen und offen auskühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet (Schimmelgefahr). Dann verschließen. Bei Bedarf 3x tgl. auf die 

schmerzenden Stellen auftragen und einmassieren. Bei hygienischem Arbeiten und je nach Haltbarkeit deiner Zutaten hält die Salbe ca. 1 Jahr.

 

Wenn du die Salbe eher etwas weicher magst, also eher wie einen Balsam, reduziere das Bienenwachs auf 15 g. 

Die Salbe wirkt antiseptisch und antibakteriell, ist durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzstillend. Bei Erkältung kannst du

es auch einmal als Brustbalsam verwenden. Sie ist auch antimykotisch und kann mal bei Hautpilzen ausprobiert werden. Eine reine Lorbeersalbe

kannst du ohne Zugabe von Wacholder herstellen und auch mal im Gesicht probieren. Lorbeer hilft der Haut bei Fältchen die Haut elastisch zu

halten und die Kollagenproduktion anzukurbeln. Ein Aufguss von Lorbeerblättern kann als Haarwasser genutzt werden und bei Schuppen, Juckreiz

und Ekzemen der Kopfhaut Hilfe leisten und das Haarwachstum anregen. 

Auch der Seele tut Lorbeer gut. Wie schon geschrieben, räucher ich gerne damit. Einfach ein Lorbeerblatt anzünden und auf einer feuerfesten

Unterlage verglühen lassen. Denn der Duft ist aufbauend und anregend, stärkend und vertreibt negative Energien und beruhigt bei Stress.

 

Willst du ein kleines Loslass-Ritual durchführen? Schreibe das, was du loslassen willst auf ein Lorbeerblatt und entzünde es. Während es verbrennt,

stelle dir vor, wie das, was du nicht mehr möchtest deinen Körper oder dein Leben verlässt. Bedanke dich hinterher beim Lorbeer und spüre etwas

nach. 

 

Bevor du großflächig die Salbe nutzt, teste bitte eine kleine Menge in deiner Armbeuge und warte 24 Stunden. Tritt keine Hautveränderung

auf, kannst du die Salbe anwenden. Bei Schwangerschaft und in der Stillzeit verzichte bitte sowohl auf Lorbeer- als auch Wacholder.

Damit meine ich jetzt nicht 1 Lorbeerblatt im Essen, sondern Tee oder regelmäßige Anwendung, z. B. mit der Salbe. Beide wirken

wehenfördernd.

 

Der Wacholder trägt ähnliche Eigenschaften wie der Lorbeer und soll hier seine Wirkung in der Salbe unterstützen. 

 

Bitte lies den Disclaimer, wenn du die Rezepte nachmachen oder Pflanzen - egal welcher Art - ausprobieren möchtest.

 

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